Veröffentlicht in Aktuelles, Gedanken

Vergleiche

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Die Entwicklung meiner Schüler erfolgt nie gleichschnell. Selbst wenn zB. nach einem Jahr die gleichen Ziele erreicht werden, so erreicht sie doch jeder auf seine eigene Weise.

Die Talente sind so verschieden verteilt, die Motivation wird so unterschiedlich angesprochen, der Wert eines Fortschrittes wird bei jedem Menschen individuell betrachtet. Da kann Vergleichen schnell unglücklich machen.

Natürlich darf man mit Interesse erkunden, was andere spielen und können!

Das ist bereichernd, kann motivieren und ein Ansporn sein. Traurig macht mich dagegen, wenn zB. Eltern vor ihrem Kind fragen, wie lange denn das andere Kind schon spielt, das klänge ja viel besser…. Zum Glück habe ich das noch nicht oft erlebt, aber ich habe es erlebt und es hat mir einen Stich in`s Herz gegeben.

Warum lernt man ein Instrument? In erster Linie zur eigenen Freude! Die Wenigsten werden tatsächlich Berufsmusiker, die meisten suchen nach einem erfüllenden Hobby. Das bedeutet nicht, dass sie deshalb im Unterricht weniger lernen oder nicht zu üben brauchen. Es bedeutet aber, dass man sich das ganz eigene Lerntempo leisten kann. Man darf mal schneller und mal langsamer lernen.

Wir leben in einer Zeit, in der Vergleichen einfach geworden ist.

Das hat sogar viele Vorteile, denn man kann sich zu fast jedem Thema umfassend informieren. Aber man kann sich auch im Vergleichen verlieren. Besonders Kindern wünsche ich, dass man ihnen auch mal Zeit gibt sich auf sich selbst zu konzentrieren und die ganz natürliche Neugier zu spüren, die nur an der Sache an sich, nicht am Gewinn interessiert ist.

 

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Autor:

Ich bin Musikerin und begeisterte Hundebloggerin.

4 Kommentare zu „Vergleiche

  1. Das ist wohl leider so. Zu Hause wird dann Druck erzeugt (du musst öfter üben, das andere Kind ist viel besser als du) und schon verliert das Kind die Lust. Viele Kinder gehen auf diese Weise der Musik für immer verloren……

    Schöne Grüße,

    Frank jones

      1. Das ist richtig. Ich meine, die wenigsten Schüler wollen Musik später professionell betreiben….und selbst dann braucht man sein indiviuelles Lernkonzept-und tempo.

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