Veröffentlicht in Berufskrankheiten, Gedanken

Der Ohrwurm

Ein Parasit, der in Musikerkreisen als Berufskrankheit gelten sollte, ist der Ohrwurm. Man kann ihn sich bei jeder Gelegenheit einfangen und wenn man Pech hat widersteht er jeder Behandlung.Manchmal hat man nichtmal im Schlaf seine Ruhe! Schweißgebadet schreckt man auf und spürt wie unter der Decke der große Zeh im Rhythmus eines grauenhafen Schlagerwurms mitwippt. Schlager(ohr)würmer fängt man sich besonders leicht in akustisch unhygienischen Einkaufszentren ein. Aber Ohrwürmer lauern überall auf ihre Opfer! Es hilft nicht mal sich zu Hause einzuschließen, denn garantiert hat man vergessen den Handyklingelton auszuschalten……

Ohrwürmer sind sehr verschieden. Es gibt sie von kurz bis lang, ihr Auftreten ist irgendwo zwischen niveauvoll und unfassbar billig, ihre Lebensdauer reicht von wenigen Minuten bis hin zu quälend langen Wochen.

Hält man es am Anfang vielleicht noch für Glück, dass eine schöne Melodie im Ohr geblieben ist, so kann man das schon wenige Monate später auf`s innigste verfluchen.

Liegt es an mangelnder Hygiene? Dem Wurm ist es total egal ob man täglich dreimal die Ohren duscht oder nur einmal im Monat den Kopf in`s Klo steckt und die Spühlung zieht. Ohrwürmer sind resistent gegen materielle Einwirkungen und ideelle Einstellungen!

Nur wie werde ich ihn los, den Ohrwurm?! Ein riskantes Mittel ist der Versuch einen Ohrwurm durch einen anderen zu „ersticken“. Das ist so, als ob man versucht eine Malaria mit Flöhen zu auszutreiben. Im schlimmsten Fall hört man danach beide Ohrwürmer in wechselnden Dauerschleifen. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!!!

Sollte man zum Arzt gehen? Natürlich kann man zum Arzt gehen. Aber wer sagt uns denn, dass im Wartezimmer nicht das nächste Unheil auf uns wartet? In Wartezimmern bekommt man bekanntlich von Grippe bis Nervenzusammenbruch alles, Ohrwürmer bilden da keine Ausnahme.

Gibt es Hausmittel? Was würde Oma dazu sagen? ´Wenn ihr zu Oma geht, riskiert Ihr Antworten wie: „Als ich in deinem Alter war, da hatte ich gar keine Zeit für solche Sperenzchen!“ oder noch schlimmer: „Ich hab da auf meinem iPad eine tolle MP3-Sammlung…..“ Neeeeeeeeeeeeeein!!!!

Soll man sich die Decke über den Kopf ziehen? Und sich 2 Wochen krank melden? Das Smartphone im Schnellkochtopf garen? Anfangen zu meditieren? Alles gleichzeitig? Wenn Ihr anfangt in diesen Kategorien zu denken, dann hat der Wurm Euch genau DA wo er Euch haben möchte: alleine und isoliert seid Ihr im schutzlos ausgeliefert und er kann 24h am Tag genüsslich seine Dauerschleifen durch Euren Kopf ziehen.

Was also hilft wirklich? Nichts! Man kann ihn nur ÜBERLEBEN. Man muss länger durchhalten als der Wurm und dann hoffen, dass einem das auch beim nächsten und übernächsten und überüberüberüber….dadadadadidadadum……

 

 

 

 

 

 

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Autor:

Ich bin Musikerin und begeisterte Hundebloggerin.

4 Kommentare zu „Der Ohrwurm

  1. Am besten sind immer noch die Ohrwürmer zum mitnehmen im Büro. Nimm einen A4 Zettel. Schreib ganz groß drauf „Live is life“. Unten machst du dann klassisch die Streifen, die man von Aushangzetteln kennt, wo man die Telefonnummer zum Abreißen findet. Dort schreibst du jeweils drauf „na na na nana“.
    Diesen Zettel hängst du für alle gut sichtbar auf.
    Schon haben die Kollegen einen brauchbaren Ohrwurm.

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