Veröffentlicht in Kleine Notenkunde

Kleine Notenkunde – Teil 6

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Es gibt sehr viele unterschiedliche Noten. Heute erfahrt Ihr, was das Aussehen über die Klangdauer einer Note verrät. Bevor ich mit den Details starte, beginnen wir mit einem kleinen Überblick:WP_20160219_12_26_49_Pro

In dieser Tabelle habe ich die wichtigsten Noten einsortiert. Was auf den ersten Blick auffällt: Die „langen“ Noten haben weiße Notenköpfe und die „kurzen“ Noten haben schwarze Notenköpfe und sogenannte „Fähnchen“. Je mehr Fähnchen eine Note hat, desto kürzer ist sie! Hat man mehrere Noten gleichen Wertes hintereinander, so verbindet man diese mit „Balken“ anstatt an jede Note Fähnchen zu zeichnen. Auch hier gilt: je MEHR Balken übereinander liegen, desto KÜRZER ist der Notenwert.

WIE LANG genau klingt eine LANGE NOTE?

Ohne weitere Informationen zu haben, kann man vom Aussehen einer Note nicht ableiten WIE lang eine Note klingt. Das Aussehen einer Note verrät uns nur wie lang sie in Proportion zu anderen Noten ist:

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Im oberen Bild könnt Ihr erkennen, dass eine Viertelnote so lange klingt, wie 2 Achtelnoten zusammen oder dass eine Halbe Note so lange klingt wie 4 Achtelnoten zusammen. Daraus kann man auch schließen, dass eine Halbe Note doppelt so lange klingt wie zwei Viertelnoten zusammen. Diese Proportionen gelten immer. Eine Halbe Note wird immer doppelt so lange klingen wie eine Viertelnote usw.

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Das Zeichen „GRÖßER ALS“ verwende ich im oberen Bild im Sinne von „KLINGT LÄNGER ALS“… Um zu wissen WIE LANGE eine Note genau klingt, brauchen wir eine weitere Information:

Der Grundschlag ( und das Metronom )

Den Grundschlag kann man sich ein bischen vorstellen wie den Herzschlag. Ein regelmäßiger Impuls, der das Tempo eines Stückes vorgibt. Diesen Impuls kann man sich zB. durch ein Metronom angeben lassen. Das Metronom gibt in regelmäßigen Abständen akustische Impulse, wie schnell diese Impulse/Mentronomschläge aufeinander folgen, hängt von der eingestellten Metronomzahl ab. Die Metronomzahl gibt die Impulse/Schläge pro Minute an, je größer die Zahl, desto höher ist das durch den Grundschlag vorgegebene Tempo.

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Gerne wird der Grundschlag mit der Klangdauer einer Viertelnote gleichgesetzt. Man kann aber auch „in Halben“ oder „in Achteln“ zählen, dann entspricht ein Metronomschlag einer halben Note bzw. einer Achtelnote.

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Je kleiner der Notenwert, desto mehr Töne werden pro Grundschlag gespielt, das könnt Ihr gut im obigen Bild sehen. Egal ob man in Vierteln, Halben oder Achteln zählt, die Proportion der Noten untereinander verändert sich nicht, eine ganze Note wird immer viermal so lang sein wie eine Viertelnote.

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Wenn Ihr Euch all das noch einmal in Ruhe anschaut, werdet Ihr merken, dass das Grundprinzip nicht schwer zu merken ist.

Besonderheiten: Punktierungen und Triolen

Man kann die Dauer einer jeden Note dadurch verändern, dass man einen Punkt hinter den Notenkopf schreibt. Dieser Punkt verlängert die Note um die Hälfte ihres Ursprungswertes. Klingt eine halbe Note im Normalfall so lange wie zwei Viertelnoten zusammen, dann ist die Hälfte des Wertes einer Halben Note genau eine Viertelnote und um diese wird eine punktierte halbe Note verlängert:

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Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip auch bei allen anderen Noten.

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Weiter oben habt Ihr bereits gesehen, dass eine Viertelnote den gleichen Zeitwert hat wie zwei Achtelnoten zusammen. Wenn man nun in das gleiche Zeitfenster aber 3 anstatt 2 Achtelnoten unterbringt, dann nennt man das eine „TRIOLE“.

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Und das war es auch schon für heute. Ich hoffe Ihr hattet Spaß beim „Notenrechnen“ und wenn Ihr noch Fragen habt, schreibt einfach einen Kommentar!

Bis zur nächsten Woche! Im Teil 7 der „kleinen Notenkunde“ erfahrt Ihr, was man alles mit den verschiedenen Noten und Notenwerten anstellen kann. Das Thema der nächsten Woche heißt „Rhythmus“.

 

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Autor:

Ich bin Musikerin und begeisterte Hundebloggerin.

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