Veröffentlicht in Aktuelles, Was passiert im Unterricht

Wer bist DU ?

K1024_IMG_9178-001LOGO

Wer sitzt/steht da eigentlich vor mir? Diese Frage stelle ich mir bei jedem neuen Schüler und ich bemühe mich, mir diese und andere Fragen auch bei den Schülern zu stellen, die ich schon mehrere Jahre kenne.

Warum WARUM?

Wer bist Du? Was brauchst Du? Wohin willst Du? Warum lernst Du? Hey, es geht doch eigentlich nur darum, jemanden das Geigespielen beizubringen… kein Schüler bucht Geigenunterricht, wenn er/sie in Wirklichkeit auf die Analysecouch geschoben werden möchte… oder etwa doch?

Nein, natürlich nicht. Aber um guten Unterricht geben zu können, muss ich mich als Lehrerin auf meine Schüler einstellen können um ihnen bestmögliche Unterrichtsbedingungen zu bieten. Dass das nicht immer gelingt ist auch klar, aber man kann es ja versuchen, oder? 🙂 Ein Schüler braucht vielleicht viel Lob um Mut zu fassen, eine andere Schülerin wird bei zu viel Lob nachlässig, ein dritter Schüler schafft es überhaupt nur zuzuhören, wenn die Ansagen kurz und bündig kommen, die nächste Schülerin bricht bei Kompakt-Ansagen verzweifelt in Tränen aus. Mein Ziel ist es, das Beste aus jedem heraus zu locken, aber dafür muss ich zu jedem Schüler einen individuellen Weg.

Menschen ändern sich…

…und ich finde es toll ihnen dabei zuzuschauen. Als Lehrerin begleitet man seine Schüler doch ein Stück auf ihrem Werdegang: Man darf zusehen wie aus Kindern Jugendliche werden und aus Jugendlichen Erwachsene. Man erlebt mit wie Erwachsene sich entfalten oder schwierige Zeiten durchstehen. Wenn jemand auf einem Instrument spielt, dann hört man nicht nur Töne sondern immer auch einen Teil der Persönlichkeit. Das ist eine tolle Erfahrung!

Voreilige Schlüsse

Als Mensch neige auch ich zum Schubladen denken. Es ist garnicht so einfach Menschen die man glaubt zu kennen immer wieder vorurteilsfrei entgegen zu treten. Ich meine dabei einfache Urteile und einfache Schubladen wie: ist fleißig, ist schlau, ist gestresst, ist unhöflich, ist neugierig … Die Art wie ich jemanden einschätze beeinflusst die Art wie ich jemanden Unterrichte – ob ich das will oder nicht. Und noch viel einfacher: der Gegenüber spürt die Einschätzung des Lehrers, auch wenn dieser sie garnicht formuliert! Deshalb bemühe ich mir in jeder Unterrichtsstunde die Frage zu stellen:

Wer bist du heute?

Um möglich ohne Vorurteile dem Gegenüber gerecht zu werden. Vorurteile fangen nicht erst bei Fragen an wie: „Bist du schwarz oder weiß?“ Sondern bereits eine Feststellung wie „Dieses Kind hat nicht geübt.“ kann zu einem Vorurteil führen wie „Dieses Kind ist faul.“ Vielleicht liegen die Gründe aber ganz wo anders? Was fehlte dem Kind zur Motivation?

Wer noch mehr über (Vor-)Urteile lesen möchte, hier habe ich noch ein paar interessante Seiten dazu verlinkt:

Vorurteile – es geht nicht ohne sie (pflichtlektuere.com)

Hintergrundwissen „Wahrnehmung“(imageberater-nrw.de)

Warnehmung – mit vielen anschaulichen Darstellungen (psychophilo.at)

Advertisements

Autor:

Ich bin Musikerin und begeisterte Hundebloggerin.

Die Angabe von persönlichen Daten ist freiwillig aber nicht notwendig.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s