Veröffentlicht in Übe-Tipps, Üben

Was ein gutes Essen mit dem Üben gemeinsam hat! Teil 1

….und dann übst Du das zu Hause! Klar, diesen Satz kennt jeder, aber wie genau stellt man das an? Wenn man als Musiker(in) seit Jahrzehnten nix anderes macht, dann kommt man manchmal garnicht auf die Idee, wie schwammig so eine Aufforderung in Wirklichkeit ist!

Deshalb beschäftige ich mich in der nächsten Zeit damit, wie man das „häusliche Üben“ sinnvoll strukturieren kann. Üben kann nämlich Spaß machen! Es sollte sogar Spaß machen, denn es ist die Hauptbeschäftigung am Instrument. 🙂

Ein geschickter Aufbau

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es das Üben sehr erleichtert, wenn man eine bewußte Gliederung vornimmt:

Aufwärmen – Arbeiten – Ausklingen lassen

Erinnert Euch das an etwas? Mich erinnert das an ein gutes Essen:

Vorspeise – Hauptgang – Nachspeise

Wie sich das von der Theorie in die Praxis umsetzen lässt, damit beschäftige ich mich heute und in den nächsten Beiträgen. Heute erkläre ich Euch, was ich mit „Aufwärmen“ meine.

Die Vorspeise: das Aufwärmen

Als ich „nur“ Geige gespielt habe, war mir die Bedeutung des Aufwärmens ( Einspielen) garnicht bewußt. Ich hab es gemacht, weil`s die Lehrerin so wollte, fand es aber nicht so nützlich wie es tatsächlich ist. Was hat mich später umgestimmt? Meine Bratsche! Sie ist deutlich größer als die Geige und plötzlich habe ich körperlich einen deutlichen Unterschied gespürt wenn ich mir die Zeit zum Aufwärmen genommen habe. Ohne meine Einspielübungen, hatte ich ganz schnell schmerzende Hände und bewältigte meine Stücke deutlich „unsportlicher“.

Beim Aufwärmen geht es darum Geist und Körper auf die konzentrierte Arbeit einzustimmen. Leichte Stücke, Tonübungen und auch Tonleitern sind wunderbar dafür geeignet die Muskeln aufzuwärmen und zu dehnen. Für den Geist ist das spielen eines leichten und bekannten Stückes hilfreich, da man sozusagen mit einem Erfolgserlebnis startet! Am Klavier liebe ich zum Beispiel leichtere Stücke von Bach, an der Bratsche schwöre ich auf Tonleitern und Vibratoübungen, bei der Geige greife ich gerne zu einer leichten Etüde. Das sind meine persönlichen Vorlieben.

Wenn man eine Einspiel-Routine entwickelt, dann hat das auch den Effekt, dass Ihr Euch und Euren Körper das Signal gebt, dass bald eine Phase der Konzentration folgt. Auf diese Weise „Vorgewarnt“ gelingt es nach meiner Erfahrung wesentlich leichter anschließend etwas Neues zu erarbeiten. Bereits 10 Minuten Einspielzeit können richtig viel bewirken.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Advertisements

Autor:

Ich bin Musikerin und begeisterte Hundebloggerin.

2 Kommentare zu „Was ein gutes Essen mit dem Üben gemeinsam hat! Teil 1

Die Angabe von persönlichen Daten ist freiwillig aber nicht notwendig.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s