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Die Sache mit der Heizung

Ein Glück, wir wohnen in leicht beheizbaren Wohnungen und Häusern und das ist ein Segen, besonders im Winter. Aber eine Heizung kann auch so richtig Schaden anrichten und dafür muss sie noch nichtmal defekt sein!

Zur Zeit stimme ich fast täglich extrem verstimmte Geigen.

Die meisten dieser Instrumente wurden von ihren Besitzern im eiskalten Auto gelagert, vor Heizkörpern geparkt oder erst das Eine und dann das Andere. Ich erzähle jeden Winter meinen Schülern möglichst einprägsam, was so große Temperaturschwankungen mit dem Holz ihrer Geigen anrichten können. Das ist wie bei einer Wundertüte, von gruseliger Stimmung bis zu Rissen im Holz kann eigentlich alles dabei sein. Wenn dann beim Schüler noch keine spürbare Reaktion einsetzt, plaudere ich ganz locker von den Reparaturkosten bei Rissen an diversen Instrumenten. Der nächste Schritt wäre es, die Nullen hinter der ersten Zahl aufzuschreiben, aber das muss ich meistens nicht mehr machen, da sichtbares Begreifen bereits eingesetzt hat.

Trotzdem sind die Geigen meistens auch im nächsten Jahr extrem verstimmt.

Kann ja mal vorkommen, oder? Klar, das kann es. Aber inzwischen erkenne ich den Unterschied zwischen einer Geige, die einfach eine Woche nicht gestimmt worden ist und einer Geige die vor der Heizung gar gekocht worden ist. Im Auto schockgefrostete Instrumente erkenne ich meistens sogar noch vor dem ersten Bogenstrich an dem eisigen Gefühl in meinen Händen. Liebe Eltern, liebe Schüler, bitte habt Mitleid mit Euren Instrumenten. Auch wenn keiner die Polizei rufen wird, weil eine verlassene Geige im geparkten Auto eingesperrt worden ist, erspart dem Holz solche Extremsituationen. Natürlich kann man auch Risse im Holz reparieren lassen, aber von den Kosten mal abgesehen, mindern solche Schäden auch den Wert eines Instrumentes und in den schlimmsten Fällen auch den Klang. In diesem Sinne:

Achtet bitte auch im Winter auf „artgerechte Haltung“. 🙂

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Autor:

Ich bin Musikerin und begeisterte Hundebloggerin.

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