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Gestohlene Träume

In den letzten Jahren meiner Arbeit, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass eine der größten Vorteile von Kindern beim Lernen ihre Unvoreingenommenheit ist. Sie haben selten klar vor Augen wie weit ihr Entwicklungsweg vielleicht noch sein könnte, sondern sie leben im Jetzt und haben Spaß! Sie kommen garnicht auf die Idee Ihre Träume täglich mit der Realität abzugleichen um dann zu überschlagen ob das effektiv und zielführend ist, was sie gerade tun. 

Sie träumen davon eines Tages in einer Rockband zu spielen, auf einer großen Bühne zu stehen, mit ihren Händen mühelos über die Klaviertasten fliegen zu können oder die Geige mit Leichtigkeit zum Klingen zu bringen. Vielleicht träumen sie auch einfach davon ihr Lieblingslied zupfen zu können….ganz egal, aber sie glauben daran es schaffen zu können, welch ein Geschenk!

Und dann kommen Ihre Eltern und sagen Sätze wie:

„Das schaffst Du doch garnicht.“

„Die spielen doch soooo gut (die Band) und Du noch lange nicht.“

„Geige ist doch so schwer, oder?“

„Keine Ahnung wie mein Kind auf sowas kommt!“

„Das ist aber noch ein langer Weg!“

Zum Glück werde ich nicht allzu oft Zeuge solcher Sätze, aber manchmal werde ich es und dann tut mir das in der Seele weh! Diese Sätze sind nicht an 20 Jährige mitten in der Berufswahl gerichtet, sondern an Kinder im Grundschulalter. Erwachsene, die irgendwann ihre eigenen Träume aufgegeben haben, versuchen jetzt Ihre Kinder zu schützen, indem sie dem Schicksal die Entscheidung abnehmen, welche Träume eine Chance haben und welche nicht.

Natürlich kann nicht jeder ein begnadeter Musiker werden, aber jeder hat die Chance ein begeisterter Musiker zu werden und damit meine ich nicht zwangsläufig „Berufsmusiker“. Aber um Zeit und Kraft und Geduld zu investieren, braucnt man Ziele und Träume. Manche Träume und Ziele ändern sich im Laufe der Jahre, andere werden wahr, wer kann das heute wissen?

Eines jedoch kann man heute schon wissen: Wenn Eltern einem Kind seine Grenzen vordefinieren, bevor es sich überhaupt voll entfalten konnte, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Kind den Eltern Glauben schenkt und brav diese Grenzen einhält und damit vielleicht meilenweit unter seinen tatsächlichen Möglichkeiten bleibt.

Bitte, liebe Eltern, brecht Euren Kindern nicht die Flügel!

Vielleicht wurdet Ihr selbst einmal vom Leben enttäuscht und wollt das Euren Kindern ersparen. Aber jeder von uns, auch Eure Kinder, kann reich vom Leben beschenkt werden: mit Erfahrungen, mit Begegnungen, mit schönen Momenten, mit Träumen die Kraft zum Durchhalten geben, mit Ideen….. Sagt bitte Euren Kindern nicht, dass sie etwas nicht können, bevor sie es nicht selbst ausprobieren durften. Träume sind Nahrung für die Seele und für die Motivation. Aus Träumen kann man hinaus- oder in sie hineinwachsen. Wisst Ihr wirklich ganz ganz sicher, dass Euer Kind sich seine Träume nicht erfüllen kann?

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Autor:

Ich bin Musikerin und begeisterte Hundebloggerin.

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