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Was tun bei „Aufschieberitis“?

Aufschieberitis ist auch bekannt als Faulheit/Lustlosigkeit/Drückebergeritis oder auch als Procrastination (klingt seriöser als „null Bock“) und kann jeden von uns akut oder chronisch befallen. Sie ist meistens nicht ansteckend und der Hausarzt wird vermutlich eine Dosis Disziplin oder einen Tritt in den …. *ihr wisst schon wo* empfehlen. Besonders anfällig ist man dafür vor wichtigen Terminen, dringenden Deadlines oder einfach so weil Sonntag/Montag/Dienstag ist. Aber was kann man dagegen tun?

Ich persönlich habe bisher verschiedene Strategien im Umgang mit Aufschieberitis getestet und möchte sie euch heute vorstellen:

1. Sich zusammenreißen

Ja, man kann sich trotz innerer Weigerung zu einer Aufgabe zwingen. Das ist zwar Kraft raubend, kann aber funktionieren.

Vorteile: Wenn man Glück hat, schafft man es die anstehende Arbeit oder Aufgabe vernünftig zu erledigen.

Nachteile: Da man sich unter Druck setzt, kann es zu schlechter Laune kommen. Nicht immer ist diese Strategie erfolgreich und im schlimmsten Fall hat man zwar viel Zeit verbraucht, aber wenig zu Stande gebracht.

2. Fixen Ideen nachgeben

Jeder kennt das, wenn man plötzlich tausend alternative Tätigkeiten im Kopf hat, bis hin zu staubsaugen und bloggen (…). Es kann schlau sein, diese pulsierende Energie zu nutzen. Dann hat man zwar am Ende des Tages nicht das geschafft, was man ursprünglich geplant hatte, aber dafür lebt man in einer sauberen Wohnung oder hat für alle Freunde Geburtstagsgeschenke gebastelt…

Vorteile: Man hat die Zeit mehr oder weniger sinnvoll verbracht. Statt die „Ausweich-Energie“ zu bremsen hat man sie genutzt, das ist ökonomisch.

Nachteile: Die anstehende Aufgabe steht immer noch an und der Zeitplan wird enger.

3. Sich die Pflicht schön denken/machen

Man kann mit etwas Kreativität und Humor die Situation so gestalten, dass man doch irgendwie Spaß dabei hat die Aufgabe zu erledigen: Im schönsten Kleid üben, zum Lehrbuch Cappuccino schlürfen, Vokabeln mit Buntstiften als Graffiti zu Papier bringen um sie zu lernen, sich zu stumpfen Fakten schillernde Geschichten ausdenken….und und und.

Vorteile: Ihr habt Spaß und erledigt etwas von dem was gemacht werden muss.

Nachteile: Das „Drumherum“ kann Zeit in Anspruch nehmen und man erledigt dadurch nur einen Teil der Aufgabe….(aber immerhin einen Teil!)

4. Verdrängen

Verdrängen kann man vieles…. bis zum bitteren Ende.

Vorteile: Das leidige Thema ist ausser Sicht.

Nachteile: Das bittere Ende kommt. Im schlimmsten Fall gibt es hinterher noch mehr zu tun und irgendwann sammelt sich so viel an, dass diese Strategie nicht weiter genutzt werden kann.

5. Jammern

Ja, man kann auch jammern und darauf hoffen dass man Hilfe oder Verständnis bekommt.

Vorteile: Mit viel Glück erledigt jemand anderes die leidige Aufgabe oder man bekommt eine Schonfrist.

Nachteile: Es gibt Aufgaben die einem niemand abnehmen kann (lernen, üben…). Das Umfeld wird früher oder später genervt sein. Man verliert wertvolle Zeit.

6. Das Problem bei der Wurzel packen bzw. die Wurzel suchen

Oftmals gibt es ja handfeste Gründe warum man keine Lust hat etwas bestimmtes zu tun: Angst zu versagen, mangelnde Motivation, die Aufgabe ist zu groß, andere Bedürfnisse würden vernachlässigt, das Wetter ist schön und der Tag noch lang etc.

Vorteile: Im besten Fall findet man den Auslöser der Aufschieberitis und wird ab da immun gegen Rückfälle.

Nachteile: Die Suche nach dem Auslöser kann anstrengend sein und Zeit kosten. Eventuell findet man heraus, dass man doch nicht Anwältin sondern Fusspflegerin werden möchte oder dass man zwar Musik mag, aber dass die hohen Töne der teuren und frisch gekauften Piccoloflöte einfach nurnoch nerven.

Ich hoffe ich konnte Euch beim Zeit totschlagen helfen und dem ein oder anderen ein Lächeln schenken!? Ich wünsche Euch viel Erfolg bei alkem was ansteht!

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Autor:

Ich bin Musikerin und begeisterte Bloggerin!