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Keine Zeit zum üben? Wetten, dass doch?

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Etwas Neues lernen ist eigentlich großer Spaß, nur wissen das viele nicht. Warum nicht? Oft wird bereits mit dem Wort „ÜBEN“ nicht viel Gutes verbunden: Man sieht sich bei strahlendem Sonnenschein in einem Zimmer hocken, der Minutenzeiger schleicht nur schleppend dahin, die Finger fühlen sich schwer und das Gewissen noch schwerer an, denn man kam ja langer nicht dazu, aber heute…heute muss die Welt gerettet werden am Klavier/an der Geige/ an der Bratsche. Klar, das kann man so machen, aber es geht auch anders 🙂 …..

„Ich habe heute keine Zeit“ vs. „Ich habe 10 Minuten und die nutze ich.“

Wenn die Zeit knapp ist, und das Gewissen sagt „Du MUSST heute mindestens 2 Stunden üben, sonst brauchst Du gar nicht erst anfangen.“ Dann schickt bitte Euer Gewissen zum Spielen nach draußen und gönnt Euch 10 Minuten allein mit Eurem Instrument. Ihr denkt, man kann in 10 Minuten nichts schaffen? Ich sage doch:

  • Ihr erinnert Euren Körper an Bewegungen die er bereits kann und die er dadurch nicht so schnell wieder verlernt ( Level halten )
  • Ihr könnt in 10 Minuten eine Menge lernen, wenn Ihr eine Übestrategie habt ( dazu mehr im nächsten Beitrag )
  • Ihr schenkt Euch 10 Minuten Musik, das hebt die Laune ( wenn Ihr Euer schlechtes Gewissen wirklich raus zum Spielen geschickt habt, werdet Ihr wirklich Freude haben )
  • Ihr fühlt Euch am nächsten Tag besser, denn Ihr habt ja „gestern was gemacht“ ( da kann auch Euer Gewissen nichts gegen einwenden )

 

„10 Minuten? Das bringt doch nichts!“ vs. „Steter Tropfen höhlt den Stein.“

Unser Gehirn braucht die Wiederholung um Informationen dauerhaft abzuspeichern. Es geht beim Speichern ungefähr so vor wie ich beim Aufräumen: „Länger nicht benutzt? Dann kann das weg!“ Wenn Ihr Eurem Gehirn jedoch regelmäßig zeigt, dass Euer Instrument nicht nur teure Deko ist, dann wird es Euch wahrscheinlich glauben und eine Ecke finden in der es die wichtigsten Informationen dazu aufheben kann. Und ich behaupte mal, Euer Gehirn glaubt Euch eher, wenn Ihr zwar kurz aber häufig Euer Können aufpoliert, als wenn ihr alle 14 Tage 4 Stunden schuftet.

„Soll ich dann nach der Uhr spielen?“ vs. „Ich spiele nach Gefühl.“

Wenn Ihr wirklich nur 10 Minuten habt, dann stellt Euch einfach einen Wecker. Habt Ihr tatsächlich etwas mehr Zeit, spielt nach Gefühl. Wenn Eure Konzentration nach einer durchgearbeiteten Zeile weg ist, dann ist das halt so, da bringt auch Ärgern nichts. Immerhin könnt Ihr Euch freuen, denn Ihr kennt Euch in dieser Zeile jetzt viel besser aus! Vielleicht kommt auch so viel Freude auf, dass Ihr erst nach einer halben Stunde das Instrument wieder aus der Hand legen könnt, bei mir werden da auch schnell mal Stunden draus ( aber ich will Euch nicht verunsichern, ich bin quasi „süchtig“ ).

Und wie nutze ich jetzt diese angeblich so sinnvollen 10 Minuten?

Wenn Euch diese Frage umtreibt, dann freut Euch auf meinen nächsten Beitrag am 13.11.2018.  Bis bald! 🙂

 

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Autor:

Ich bin Musikerin und begeisterte Bloggerin!